Schon als Kind war ich von den bunten Faltern im Garten ganz fasziniert und konnte Stunden damit verbringen, sie einzufangen, anzuschauen und wieder freizulassen. Wir hatten mehrere Sommerflieder im Garten und ich weiß noch, dass sie immer voll waren mit Schmetterlingen. Kohlweißling, Fuchs, Admiral, Tagpfauenauge, Zitronenfalter und sogar einmal ein Schwalbenschwanz. Ich war begeistert von den bunten Farben und von der Leichtigkeit, mit der sie durch den Garten flogen. Aber wie ich bereits in meinem Artikel über Naturverbindung beschrieben habe, ging es mir wie vielen anderen auch so, dass die Verbindung zur Natur zwischendurch, besonders in der Jugend und zum Anfang des Erwachsenenlebens, etwas verloren ging.
Vor einer Weile wurde mir auf Social Media eine Werbung angezeigt, in der es um Schmetterlingszucht ging. Da konnte man sich ein Set bestellen, um Kohlweißlinge oder Schwalbenschwänze zu züchten. Ich weiß noch, wie ich neugierig durch die Seite gescrollt und überlegt habe, es auszuprobieren. Aber es passte zu dem Zeitpunkt nicht in meinen Alltag und ich habe die Idee dann wieder verworfen. Vor ein paar Wochen wurde mir wieder eine Werbung angezeigt, aber diesmal mit Distelfaltern. Da ich neben meiner Coachingausbildung etwas Zeit und einen Garten mit vielen insektenfreundlichen Pflanzen habe, habe ich mich dazu entschieden, dass jetzt ein guter Zeitpunkt dafür ist. Der Sommer fängt gerade an und die Blumen werden noch eine ganze Zeitlang blühen.
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